
Am Montag, dem 13. Juli 2026, gegen 19:40 Uhr zog ein Gewitter über Heidenau. Eine halbe Stunde später war der Ort nicht wiederzuerkennen. Hagelkörner, teilweise so groß wie Tennisbälle, hatten Dächer durchschlagen, Photovoltaikanlagen zersplittert, Autos zerbeult und die Maisfelder ringsum abrasiert. Am schlimmsten traf es die Neue Straße — dort war kaum ein Dach mehr ganz.

Heidenau ist keine Adresse aus den Nachrichten. Es ist unsere Samtgemeinde, zehn Minuten von der Werkstatt. Der Schaden wurde später auf mehrere Millionen Euro geschätzt.
Was danach zu tun war
Ein durchschlagenes Dach ist nach dem Hagel nicht das Problem — der Regen danach ist es. Läuft Wasser erst einmal in die Dämmung, wird aus einem Dachschaden ein Gebäudeschaden: Decken, Estrich, Elektrik. Deshalb zählt in den ersten Tagen nur eins, und das heißt Notabdeckung. Am 16. Juli ging ein öffentlicher Aufruf durch den Ort: Handwerker gesucht, dringend.


Wenn es Ihr Dach trifft — die ersten 24 Stunden
Der häufigste teure Fehler nach einem Unwetter ist nicht das Warten. Es ist das Aufräumen, bevor jemand fotografiert hat.
- 1Erst Sicherheit, dann alles andere.
Nicht selbst aufs Dach. Nasse, hagelbeschädigte Eindeckung bricht ohne Vorwarnung, und lose Ziegel fallen. Bereich unterhalb absperren.
- 2Fotografieren, bevor abgedeckt wird.
Von allen Seiten, mit Datum, auch das Innere: Flecken an Decken, nasse Dämmung, das eingeschlagene Fenster. Was nach der Notabdeckung nicht dokumentiert ist, existiert für die Versicherung nicht.
- 3Schaden sofort melden.
Gebäudeversicherung anrufen, Schadennummer notieren. Notabdeckungen als Schadenminderungsmaßnahme ankündigen — dazu sind Sie ohnehin verpflichtet, und sie werden in der Regel übernommen.
- 4Notabdeckung veranlassen.
Ziel ist regendicht, nicht schön. Plane, Latten, Verschraubung. Eine ordentliche Notabdeckung hält Wochen und verschafft Ihnen die Zeit, die Wiederherstellung in Ruhe zu planen.